Christopher Heyder

Wie ich arbeite

Bevor ich schreibe, höre ich anderen Menschen zu, die mir aus ihren Erinnerungen erzählen. Hier beschreibe ich für Interessierte, wie das abläuft.

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Themen und Erinnerungen

Alle Themen, die mich aktuell beschäftigen, findest Du auf dieser Übersichtsseite.

Bei den Erinnerungen geht es mir um das konkrete Erlebnis, so wie wir es durch unsere Sinne wahrnehmen. Du musst nicht aus dem Stegreif wissen, wie der Raum genau aussah, welche Musik im Hintergrund lief oder wie die Luft roch. Wenn Du einzelne Momente noch vor Augen hast, reicht das schon.

Treffen und Gespräch

Wenn Du mitmachen möchtest, schreib mir einfach eine E-Mail. Dann verabreden wir uns zu einem Vorgespräch am Telefon, bei dem ich noch offene Fragen beantworte und Du mir erzählst, um welche Erinnerung es geht. Danach treffen wir uns zum eigentlichen Gespräch.

Als Treffpunkte eignen sich Orte, an denen wir halbwegs ungestört sind und Du dich wohlfühlst. Bei gutem Wetter können wir auch einen großen Spaziergang machen.

Das Gespräch selbst ist dann im Grunde wie ein normales Gespräch: Du erzählst mir etwas und ich stelle Fragen, wenn ich etwas noch nicht ganz verstanden habe, oder gerne mehr wissen würde. Ich begrenze es nur auf höchstens zwei Stunden, da irgendwann die Konzentration nachlässt. Aber es kann natürlich auch sein, dass wir gar nicht so lange brauchen. Damit wir mit allem Drum und Dran in jedem Fall genügend Zeit haben, planen wir vorsichtshalber drei Stunden ein.

Aufzeichnung

Das Gespräch würde ich gerne aufzeichnen. Dafür habe ich ein Aufnahmegerät, das so klein ist, dass Du es Dir in die Tasche stecken kannst. Das Mikrofon ist ungefähr so groß wie das Ende von einem Stift und Du kannst es mit einer kleinen Klammer an Deinem Oberteil befestigen. Beim Erzählen wirst Du davon nichts merken und schnell vergessen haben, dass es überhaupt da ist.

Ich würde es gerne aufzeichnen, damit ich mich auf das Gespräch konzentrieren kann und nicht die ganze Zeit mitschreiben muss. Die Aufnahme wird danach auf einer verschlüsselten Festplatte gespeichert.

Sollte es Umstände geben, bei denen eine Aufnahme nicht möglich ist, finden wir eine andere Lösung. Sprich das dann einfach beim Vorgespräch an.

Verschriftlichung und Anonymisierung

Nach unserem Gespräch beginnt für mich die Schreibarbeit. Ich sichte die Aufnahme, überlege welche Teile ich übernehmen möchte und fange an sie nachzuerzählen. Dabei halte ich mich sehr stark an das, was Du mir erzählt hast, aber ergänze oder verändere es auch. Am Ende geht es nicht darum, ob es genau so passiert ist, sondern ob es so hätte gewesen sein können.

Um Deine Privatsphäre zu schützen, werden alle Namen geändert. Generell achte ich darauf, dass am Ende nicht von dem Text auf Dich geschlossen werden kann.

Veröffentlichung

Bis eine Kurzgeschichte fertig ist, brauche ich Wochen oder Monate. Ein Roman wird wahrscheinlich Jahre in Anspruch nehmen. Aber sobald es eine erste Fassung des Textes gibt, bekommst Du sie zum Gegenlesen. Dann kannst Du schauen, ob Du mit den Teilen, die mithilfe Deiner Erinnerungen entstanden sind, einverstanden bist. Und sobald der Text fertig und veröffentlicht ist, bekommst Du ein eigenes Exemplar.